Der Dalmatiner und die Stoffwechselbesonderheit
Aufgrund eines genetisch bedingten Stoffwechseldefektes bilden Dalmatiner häufiger als andere Hunderassen Harnsteine (Blasen-/Nierensteine)
Das Enzym Uricase, das in den Leberzellen vorkommt, wandelt bei vielen Säugetieren Harnsäure (ein Abbauprodukt der Purine) in Allantoin um. Dieser Abbauprozess ist bei Dalmatinern anders, sie haben ein defektes Harnsäure-Transportsystem in der Leber, was zu einer verminderten Oxidation von Harnsäure zu Allantoin führt. Außerdem ist die Rückresorption der Harnsäure in den Nierentubuli des Dalmatiners eingeschränkt. So scheidet er im Vergleich zu anderen Hunden täglich mehr als die zehnfache Menge an Harnsäure mit dem Urin aus (200–800 mg statt 15–50 mg). (1)
Normalerweise wird die überschüssige Harnsäure über den Urin ausgeschieden. Bei Dalmatinern kann jedoch die hohe Konzentration von Harnsäure im Urin dazu führen, dass sich Kristalle bilden. Diese Kristalle können sich in den Harnwegen ablagern und Harnsäuresteine bilden, die zu schmerzhaften Beschwerden und gesundheitlichen Problemen führen können.
Die Folge von Hyperurikosurie kann zu Harnwegserkrankungen wie Harnblasensteinen oder sogar zu Blockaden der Harnwege führen, was den Urinabfluss erschwert und möglicherweise eine Behandlung erfordert.
Um das Risiko von Harnsäuresteinen und anderen gesundheitlichen Problemen zu minimieren, benötigen Dalmatiner eine angepasste Ernährung. Diese sollte möglichst Purin-bewusst sein, damit weniger Harnsäure im Körper gebildet wird.
Auch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist wichtig, da sie hilft, die Harnsäure aus dem Körper auszuschwemmen.
Bitte bedenke, dass nicht jeder Dalmatiner Harnsäuresteine bildet. Es ist dennoch ratsam bei der Fütterung auf eine purinbewusste Ernährung zu achten.
Quelle:
(1) Wikipedia